Nachhaltigkeit bei Smart Castle
Nachhaltigkeit bedeutet bei Smart Castle mehr als die Auswahl einzelner Materialien oder Technologien. Sie wird als ganzheitlicher Systemgedanke verstanden, der Planung, Konstruktion, Fertigung und Nutzung eines Gebäudes gleichermaßen umfasst.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie mit möglichst geringem Ressourceneinsatz dauerhaft funktionierende, energieeffiziente und anpassungsfähige Gebäude entstehen können. Dabei werden ökologische, wirtschaftliche und technische Aspekte konsequent miteinander verknüpft.
Ziel ist es, Gebäude zu entwickeln, die nicht nur heute nachhaltig sind, sondern auch langfristig Bestand haben, sich an veränderte Anforderungen anpassen lassen und am Ende ihres Lebenszyklus möglichst vollständig wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden können.
Ziel ist es, ökologische, ökonomische und funktionale Anforderungen in einem durchgängigen Baukonzept zu vereinen, und diese anhand konkreter Kennwerte nachvollziehbar zu machen.
Ressourceneffizienz durch Systembauweise
Die kleinteilige, monolithische Modulbauweise von Smart Castle reduziert den Materialeinsatz auf das technisch notwendige Maß. Durch die präzise digitale Planung und Fertigung lassen sich Materialverschnitte um bis zu 20 % reduzieren.
Gleichzeitig ermöglicht die konstruktive Auslegung eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Bauteile, wodurch Überdimensionierungen vermieden werden. Dies führt zu einem effizienteren Einsatz von Rohstoffen und einer verbesserten Gesamtökobilanz.
Kreislauffähigkeit und Rückbaubarkeit
Die Konstruktion basiert auf mechanisch lösbaren Verbindungen. Bauteile können demontiert und wiederverwendet werden.
Potenzial:
- > 85 % der Bauteile wiederverwendbar oder sortenrein trennbar
- Reduzierung von Bauabfällen
- Grundlage für zirkuläres Bauen
Energieeffizienz im Betrieb
Die bisher realisierten Gebäude erreichen bereits im Standard die Anforderungen eines Effizienzhauses EH40, teilweise bis hin zu EH40 Plus.
In Kombination mit regenerativen Energiesystemen wird eine deutliche Reduzierung des Primärenergiebedarfs erreicht.
Typische Kennwerte:
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- Wärmebedarf: ca. 12–16 W/m³
- U-Wert Außenwand: ca. 0,12 – 0,15 W/m²K
- Hohe Luftdichtheit durch systemische Bauweise
Reduktion von Bauzeit und Emissionen
Durch den hohen Vorfertigungsgrad von bis zu 80 – 90 % verkürzt sich die Bauzeit erheblich. Ein Einfamilienhaus kann innerhalb weniger Wochen vorgefertigt und montiert werden.
Dies führt zu:
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- geringeren Transportbewegungen
- reduzierten Baustellenemissionen
- minimierten Störungen für die Umgebung
Nachhaltigkeit wirkt hier nicht nur im Betrieb, sondern bereits im Bauprozess.
Bauphysik
als Nachhaltigkeitsfaktor
Durch die im Testgebäude integrierten Messsysteme wird das Verhalten der Konstruktion im Realbetrieb analysiert. Insbesondere im Bereich Feuchtemanagement zeigt sich, dass durch die hygroskopischen Eigenschaften des Holzes auf klassische Dampfsperren verzichtet werden kann.
Dies reduziert:
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- den Materialeinsatz
- die Fehleranfälligkeit
- die Komplexität der Konstruktion